Aufgabenstellung

 

Die Jugendhilfeeinrichtung „JuWo Raiffeisenland GmbH“ versteht sich als ein differenziertes Jugendhilfeangebot für Mädchen im Alter von 12 bis 18 Jahren (in Einzelfällen bis 21 Jahre). Das vorliegende Angebot versteht sich innerhalb eines pädagogischen Zusammenhangs, in dem versucht wird, innerhalb eines klar umrissenen Rahmens die Mädchen in schwierigsten Lebenslagen zu erreichen und mit ihnen gemeinsam pädagogisch sinnvoll zu arbeiten. Kurz zusammengefasst: Es ist eine vom Träger verbindlich vorzuhaltende Kultur im Umgang mit besonderen Verhaltensweisen zu entwickeln und anzubieten. Diese Möglichkeit ist konzeptionell zu verankern und wird sowohl den aktuellen gesetzlichen Regelungen als auch modernen pädagogischen Konzepten entsprechen.

Um dies im pädagogischen Alltag auch umsetzen zu können, hat sich die „JuWo Raiffeisenland GmbH“ seit 2014 zu einem Jugendhilfeträger mit ausdifferenzierten Angeboten entwickelt. Diese greifen die speziellen Bedürfnislagen der Mädchen und ihrer Herkunftsfamilien auf und ermöglichen eine Reihe von Hilfsangeboten unterschiedlichster Intensität.

Daneben wird sichergestellt, dass Kontaktaufbau und Verlässlichkeit, was innerhalb eines Beratungskontextes als Compliance bezeichnet wird, wachsen und im dialogischen, interaktionistischen Prozess vertieft werden. Wir sorgen für bestimmte Gruppen, die für eine stationäre Fremdunterbringung sprechen – z.B. für traumatisierte Jugendliche, für Jugendliche im Umfeld der Drogenszenen, für Jugendliche nicht-deutscher Herkunft, junge Menschen mit Schulverweigerungstendenzen. Wir benötigen jedoch keine weiteren zentralen Großeinrichtungen, die unvermeidlich wieder sehr heterogene Konstellationen in einem Programm zusammenfassen. Hierzu werden über enge Kooperationen zwischen Jugendhilfe, Psychiatrie, Drogenhilfe sowie Medizin tragfähige Netzwerke entwickelt, die im Anschluss an die Betreuung eine kompetente Folgebetreuung ermöglichen bzw. eingedenk der Strukturmaximen des 8. Jugendberichtes die Lebensweltorientierung im Sinne einer positiv angebundenen Reintegration ermöglichen.

Der Aufgabenstellung entsprechend handelt es sich in diesem Jugendhilfeangebot um die pädagogische Arbeit mit Mädchen, die als besonders oder auch „vielfach belastet“ bezeichnet werden können. Aus erfahrenen Traumatisierungen (PTBS) ergeben sich meist komplexe sowie individuelle Betreuungsbedarfe. Die daraus resultierende Ambivalenz der Jugendlichen, sich auf entsprechende Unterstützungsangebote einzulassen, erfordert auch in der Ausgestaltung des Angebotes neben der Basishaltung, die Gruppe als soziales Lernfeld zu nutzen, die Möglichkeit einer individuell zugeschnittenen Hilfegestaltung.

Dieser Prozess wird durch die MitarbeiterInnen der JuWo-Raiffeisen GmbH ständig begleitet und reflektiert.

Unsere besonderen Stärken liegen in der Zusammenführung verschiedener pädagogischer Methoden, wie z.B. Erlebnispädagogik, systemischer Ansatz, sozialpädagogische Einzelbetreuung, Reittherapie, Traumapädagogik, Clearing.